Freitag, 24.04.2026

Kichererbsen, Braunhirse und Lupine: Zukunftsküche bringt regionale Vielfalt auf den Tisch

Pressemitteilung Nr. 095/2026

Kochen, probieren und miteinander ins Gespräch kommen: Bei der „Zukunftsküche Tangerhütte“ stand am 23. April erneut die Frage im Mittelpunkt, wie gutes, regionales und zukunftsfähiges Essen gelingen kann. Rund 30 Interessierte kamen zusammen, um unter Anleitung von Meisterkoch Rudolf Sasse neue Zutaten kennenzulernen und gemeinsam zuzubereiten.

Regionale Alternativen im Mittelpunkt

Im Fokus standen diesmal Kichererbsen, Braunhirse und Süßlupine – Produkte, die auch in der Altmark angebaut werden können und kulinarisch viele Möglichkeiten bieten. Gemeinsam wurden verschiedene Gerichte ausprobiert, verkostet und diskutiert.

Besonderer Gast war Landwirt Tendler aus Jeseritz, der Kichererbsen von seinem Hof mitbrachte. Er berichtete anschaulich von seinen Erfahrungen mit dem Anbau und der Verarbeitung. Vor Beginn des Anbaus habe er selbst kaum Kichererbsen gegessen. Gemeinsam mit seiner Familie entwickelte er deshalb eigene Rezepte, um die Hülsenfrucht stärker in den Speiseplan zu integrieren.

Kichererbse passt zur Altmark

Tendler erläuterte, dass die Kichererbse von unten nach oben reift und vor der Ernte im Sommer trockene Wetterbedingungen benötigt. Ganz ohne Risiko sei der Anbau daher nicht. Zugleich passe die Pflanze gut zum sich wandelnden Klima und zu den sandigen Böden der Altmark. Als wertvoller Proteinlieferant könne sie zudem eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Getreidesorten sein.

Für die Weiterverarbeitung, etwa zu Aufstrichen oder Bolognese, arbeitet Tendler mit Partnern zusammen, die sich professionell mit der Zubereitung von Lebensmitteln beschäftigen. So könne aus dem landwirtschaftlichen Produkt ein alltagstaugliches Lebensmittel entstehen.

Lupinenschnitzel und Braunhirse mit Vanille

Auch Braunhirse und Süßlupinen, beides Produkte von Landwirt Marius Wöllner aus Lindenberg, wurden verarbeitet. Meisterkoch Rudolf Sasse machte deutlich, dass auch diese Zutaten für ihn nicht alltäglich seien. Die Ergebnisse überzeugten dennoch: Besonders die Lupinenschnitzel und die gekochte Braunhirse mit Vanilleschote zeigten, wie vielseitig regionale Alternativen eingesetzt werden können.

Zukunftsküche ist auch Treffpunkt geworden

Die Veranstaltung machte deutlich, dass nachhaltige Ernährung nicht nur eine ökologische Frage ist, sondern auch Genuss, Austausch und Zusammenarbeit braucht. Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen miteinander ins Gespräch.

Das Projekt „Zukunftsküche – Gut essen in Tangerhütte“ wird noch bis Ende des Jahres von der Robert Bosch Stiftung und der Postcode Lotterie gefördert. Zugleich richtet sich der Blick bereits darauf, wie das erfolgreich angestoßene Format weitergeführt werden kann. Viele Teilnehmende haben ihre Bereitschaft erklärt, daran mitzuwirken. Dazu soll es in nächster Zeit einen weiteren Termin geben.

Projektpartner der Zukunftsküche sind das Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e. V., der LIBa „Besser essen. Mehr bewegen.“ e. V. und die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte.

Interessierte können sich unter zukunftskueche@kosa21.de melden.

Kichererbsen, Braunhirse und Lupine: Zukunftsküche bringt regionale Vielfalt auf den Tisch
Pressemitteilung Nr. 095/2026
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