265 Einsätze im Jahr 2025: Feuerwehr zieht Bilanz bei Jahreshauptversammlung
Pressemitteilung Nr. 017/2026
Im Rahmen der heutigen Jahreshauptversammlung berichtet Gemeindewehrleiter Marcel Franke den Stadträtinnen und Stadträten über das Einsatz- und Entwicklungsgeschehen der Freiwilligen Feuerwehr der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte im Jahr 2025. Anwesend sind dabei auch die 22 Ortswehrleitungen der Einheitsgemeinde. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Einsatzlage, die Leistungsfähigkeit der Wehren sowie investive Maßnahmen zur Stärkung von Technik, Standorten und Einsatzbereitschaft.
Einsatzbilanz 2025: 98 Ereignisse, 265 Einsätze
Im vergangenen Jahr lösten 98 Ereignisse insgesamt 265 Einsätze der Feuerwehr in der Einheitsgemeinde aus. Die Bandbreite reichte von Hilfeleistungen über Verkehrsunfälle bis zu Brandeinsätzen – darunter auch Lagen, die die Zusammenarbeit mehrerer Ortsfeuerwehren und externer Kräfte erforderlich machten.
Größere Lagen: Vegetationsbrände, Unwetter und Verkehrsunfälle
Der Jahresbericht dokumentiert mehrere einsatzintensive Ereignisse:
- Bahndammbrand zwischen Tangerhütte und Demker am 07.03.2025 („Brand B Vegetation“): Einsatz mit 73 Kräften mehrerer Ortsfeuerwehren; insgesamt vier Brandstellen entlang einer betreuten Bahnstrecke von rund 20 km im Gemeindegebiet.
- Ackerbrand bei Bellingen/Hüselitz am 02.07.2025 („Brand B Vegetation“) mit einer betroffenen Fläche von 45 ha: Zusätzlich zur Feuerwehr unterstützten Landwirte und Agrargenossenschaften mit sechs Traktoren und Anbaugeräten/Wasserfässern – ein Beispiel für funktionierende Zusammenarbeit im ländlichen Raum.
- Sturmtief „Ziros“ Ende Juni 2025: In drei Einsatzblöcken (23.06., 26.06., 27.06.2025) wurden insgesamt 12 Einsätze abgearbeitet.
- Mehrere Verkehrsunfälle u. a. im Bereich der BAB sowie auf Landstraßen, teils mit eingeschlossenen oder eingeklemmten Personen.
- Hilfeleistungen im Bereich der Wasserrettung: Die Einheitsgemeinde hat rund 28 km Wasserstraße „Elbe“ zu betreuen, was die Einsatzanforderungen im Bereich Rettung/Technische Hilfe zusätzlich prägt.
Investitionen 2025: Technik stärken, Standorte sichern, Einsatzfähigkeit erhöhen
Zur Sicherung der Leistungsfähigkeit wurden im Jahr 2025 mehrere investive und organisatorische Maßnahmen umgesetzt bzw. vorbereitet. Hervorzuheben sind dabei:
- Miete einer Austausch-Drehleiter (zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft in der Übergangszeit)
- Indienststellung des MLF am Standort Bittkau sowie Versetzung LF 16/12 (Standortanpassungen und Modernisierung)
- Anschaffung eines TSF-W für die Ortsfeuerwehr Demker
- Wechsellader BHP 50 am Standort Lüderitz (in Kooperation mit dem ASB)
- Umsetzung von Hygiene-Mindestanforderungen durch Sanitärcontainer an den Standorten Stegelitz und Jerchel
Darüber hinaus gehörten 2025 die Indienststellung des HLF Tangerhütte, die Begleitung der Planung Gerätehaus Bellingen sowie Baumaßnahmen an Tiefbrunnen (u. a. in Uchtdorf, Sandfurth und Ringfurth) zu den wichtigen Aufgabenfeldern.
Ausbildung und Einsatzbereitschaft: kontinuierliche Qualifizierung
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Ausbildung. Der Bericht weist Ausbildungsstunden am Standort, in der Kreisausbildung sowie auf Landesebene aus. Ergänzend werden Ausbildungsformate wie Zugausbildungen, Fahrsicherheitstraining für Maschinisten sowie ein Kompaktlehrgang „Truppmann“ (gemeinsam mit weiteren Partnern) hervorgehoben. Ziel ist es, die Einsatz- und Führungsfähigkeit dauerhaft abzusichern und die Tageseinsatzbereitschaft in der Einheitsgemeinde zu stärken.
Ausblick: Drehleiter, Gerätehaus Bellingen und Infrastruktur
Für 2026 benennt der Gemeindewehrleiter u. a. die Indienststellung der Drehleiter (DLK), die weitere Umsetzung und Vergabe beim Gerätehaus Bellingen (mit geplantem Baubeginn) sowie zusätzliche Maßnahmen an Tiefbrunnen und Sirenen. Ebenfalls vorgesehen sind die Fortführung von Lehrgängen, Aus- und Weiterbildungen sowie die Digitalisierung eines Löschwasser-Katasters.
Dank an die 22 Ortsfeuerwehren und alle Unterstützer
Zum Abschluss des Berichts richtet Gemeindewehrleiter Marcel Franke seinen Dank an die aktiven Einsatzkräfte, die Ortswehrleitungen, die Verwaltung, die Unterstützer in den Ortschaften sowie insbesondere an die Betreuerinnen und Betreuer der Kinder- und Jugendfeuerwehren, die einen wesentlichen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung und Zukunftssicherung leisten.