Tangerhütte engagiert sich für den Hochwasserschutz
Pressemitteilung Nr. 025/2026
Wichtiger Austausch beim landesweiten Runden Tisch der Wasserwehren – nächstes Treffen 2027 in Tangerhütte
Der Schutz der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte vor Hochwasser- und Starkregenereignissen hat hohe Priorität. Um Fachwissen zu bündeln und die Einsatzbereitschaft weiter zu stärken, haben am 21. Februar 2026 sechs Vertreter der Wasserwehr Tangerhütte am jährlichen „Runden Tisch der Wasserwehren“ in Biederitz teilgenommen.
Für die Einheitsgemeinde waren der zuständige Sachbearbeiter Jens Richter sowie der stellv. Leiter der Wasserwehr Tangerhütte Stefan Wienecke, sowie Jan Völkel von der Wasserwehr Bittkau und weitere in der Wasserwehr organisierte Engagierte vor Ort.
Die Veranstaltung ist ein landesweites Austauschformat, an dem ehrenamtliche Wasserwehren, Fachbehörden und Vertreter aus Landkreisen und Landesverwaltung teilnehmen. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen, gute Praxisbeispiele kennenzulernen und die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz weiter zu verbessern.
Im Ernstfall sind alle Betroffenen in besonderem Maße auf das ehrenamtliche Engagement der Wasserwehr angewiesen.
Landesweiter Austausch mit Fachbehörden und Kommunen
Neben der Wasserwehr Tangerhütte nahmen u. a. Vertreter der Stadt Tangermünde, des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt (MWU) sowie Vertreter weiterer Landkreise teil.
Zentrale Impulse und Erkenntnisse für Tangerhütte
- Strategien und Förderung im Land: Sven Schulz, Referatsleiter Hochwasserschutz im MWU, informierte über aktuelle Ansätze im Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement in Sachsen-Anhalt. Vorgestellt wurde auch das Förderprogramm „Klima III“, das Kommunen bei Schutzmaßnahmen unterstützen kann.
- Vorbildliche Organisation im Landkreis Stendal: Stefan Feder, Umweltamtsleiter des Landkreises Stendal, berichtete über die Strukturen im Landkreis – darunter ein Wasserwehrdepot in Arneburg, spezielle Einsatzfahrzeuge (u. a. mit Blaulicht und BOS-Funk) sowie eine Sandsackbefüllmaschine. Diese Ressourcen stehen bei Bedarf allen Kommunen im Landkreis zur Verfügung und werden von geschultem Personal bedient – eine spürbare Entlastung für die örtlichen Kräfte.
- Ausbildung und Ressourcenplanung: Martina Große-Sudhues, Direktorin des LHW, gab Einblicke in Ausbildung, Materialplanung und künftige Schnittstellen in der Zusammenarbeit mit den Wasserwehren.
Einheitliche Standards als gemeinsames Ziel
In der Diskussion wurde deutlich: Je nach Topografie und Gefährdungslage unterscheiden sich die Anforderungen an die Wasserwehren in Sachsen-Anhalt. Einigkeit bestand jedoch darin, dass eine landesweit einheitlichere Ausrüstung und Ausbildung dringend erforderlich sind. Diskutiert wurden unter anderem Orientierungspunkte an Strukturen der Feuerwehren sowie Ideen zur stärkeren Interessenvertretung, etwa durch einen eigenen Verband.
Ausblick: Nächster Runder Tisch 2027 in Tangerhütte
Eine besondere Anerkennung für das Engagement vor Ort: Der nächste „Runde Tisch der Wasserwehren“ findet am 20. Februar 2027 in Tangerhütte statt. Damit wird die Einheitsgemeinde Gastgeberin eines wichtigen landesweiten Fachformats – und kann zugleich die eigenen Erfahrungen einbringen und den Austausch weiter intensivieren.
Wer Interesse hat, die Arbeit der Wasserwehr aktiv zu unterstützen, kann sich per E-Mail an ordnungsamt@tangerhuette.de wenden oder sich über das digitale Rathaus anmelden.